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*1926 in Aalen, emeritierter Professor der Universität Tübingen, wo er von 1960 bis 1992 das Ludwig-Uhland-Institut für Empirische Kulturwissenschaft leitete. Zahlreiche Publikationen zur Kultur- und Sozialgeschichte, zu Sprach- und Dialektfragen, Alltagskultur, Landesgeschichte - zuletzt "Berühmte und Obskure. Schwäbisch-alemannische Profile" (Tübingen 2007); "Seelsorger und Leibsorger" (Tübingen 2009). Die zusammen mit Wolfgang Alber und Brigitte Bausinger herausgegebenen "Albgeschichten" (Tübingen 2008) zeigen, wie die Dichtung das Bild der Landschaft mitgestaltet hat.
Waage, ein Lindenhofbub der ersten Stunden. Immer noch blauäugig. Lebt mit Familie in Melchingen am Fuße des Himmelberges unter den Windrädern. In vielen großen und kleineren, schweren, auch leichteren, melancholischen, heiteren, schwäbischen und nicht sooo schwäbischen, drinnen und draußen, düsteren, lustigen, skurilen, absurden, schrägen und spinnigen Produktionen von Schwabens höchster Bühne (741m u.N.) des Theater Lindenhofs beteiligt.
Website Theater Lindenhof / Berthold Biesinger
Beat Brechbühl wurde 1939 in Oppligen geboren. Er lernte in Bern Schriftsetzer, wurde Buchgestalter und ist heute Verleger des Waldgut Verlag Frauenfeld und setzt und druckt in seinem Atelier Bodoni. Beat Brechbühl ist der Autor des "Kneuss", der "Geschichten vom Schnüff", der "Fußreise mit Adolf Dietrich", der Gedichte "Vom Absägen der Berge" und vielen andern Büchern. Er lebt insgesamt seit 25 Jahren im Thurgau, von 1961 bis 1964 in Egnach, über 20 Jahre in Pfyn und seit 2008 in Frauenfeld.
Website des Verlags
*1978, aufgewachsen im Schwarzwald. Drehbuchstudium an der Filmakademie Baden-Württemberg in Ludwigsburg. Lebt als freie Autorin (Prosa, Drehbuch) in Ohlsbach und Berlin. Seit 2003 Vertretung durch die Literaturagentur Piper und Poppenhusen.
Sie erhielt zweimal ein Arbeitsstipendium des Förderkreises deutscher Schriftsteller in Baden-Württemberg e.V. (2005, 2008), das Schreibwerkstattstipendium der Jürgen-Ponto-Stiftung (2007), das Aufenthaltsstipendium der Stadt Tübingen (Tübinger Stadtschreiber, 2008). Teilnahme am open mike (2005). Nominierung für den Baden-Württembergischen Drehbuchpreis der MFG (2006). Veröffentlichungen in Zeitschriften und Anthologien, u.a "Der Sprung" (Kurzgeschichte) in der Anthologie "Urlaubslesebuch" (dtv).
Lisa Marie Dickreiter liest im Rahmen der "Langen Lesenacht" am Samstag, den 12.09. ab 19.30 Uhr in Freudenstadt.
*1955 in Tübingen, "regionales Kleinod", aufgewachsen im schönen umhügelten Hemmendorf. Während ihrer Erzieherinnen-Tätigkeit hat sie das Theater entdeckt, sprachliche Heimat ist der schwäbische Dialekt. Dietlinde Elsässer hat das Theater Lindenhof in Melchingen mitbegründet. Seit 10 Jahren ist sie freischaffend tätig als Schauspielerin, Kaberettistin, Regisseurin und Autorin. "Querfeldein durchs Ländle tingelnd komme ich rum wie ein bunter Hund." Momentan tritt sie in verschiedenen Stücken auf: Die Drei vom Dohlengässle, Männer und ich, Spedition Butz, Hanni und Fanni, Zwei Marien, Die Geierwally.
Website der Schauspielerin, Kabarettistin, Regisseurin und Autorin
*1967 in Timisoara, Rumänien. 1976 erste Ausreise nach Italien und Amerika aber Rückkehr nach Rumänien. Im Sommer 1982 Flucht mit den Eltern in den Westen. Seitdem wohnhaft in Zürich, Schweizer Bürger. Hochschulstudium der Psychologie und Psychopathologie an der Universität Zürich. Von 1995 bis 2001 als Psychotherapeut in einem Rehabilitationszentrum für Drogenabhängige tätig. Weiterbildung in Gestalttherapie. Seit Dezember 2001 freier Schriftsteller. Seitdem mehrere viel gelobte Bücher mit Romanen und Erzählungen, zuletzt "Der blinde Masseur" (2006) und "Zaira" (2008).
*1933 in Chemnitz. 1946 zog er nach Nürtingen. Seit 1974 arbeitet Peter Härtling als freier Schriftsteller. Peter Härtling hat zahlreiche Ehrungen und Auszeichnungen erhalten, etwa 2003 den Deutschen Bücherpreis. Er hatte mehrere Poetik-Dozenturen inne und ist Mitglied der Akademien in Main, Darmstadt und Berlin. Härtling hat viele Romane, Erzähl- und Gedichtbänden publiziert, zuletzt: "Ein Balkon aus Papier" (Gedichte) (2000), "Hoffmann oder die vielfältige Liebe" (2001), "Leben lernen" (Erinnerungen, 2003), "Das ausgestellte Kind. Mit Familie Mozart unterwegs" (2007). Außerdem veröffentlichte Peter Härtling Kinderbücher, u.a. "Das war der Hirbel" (1972), "Oma" (1975), "Ben liebt Anna" (1981) und "Krücke" (1986).
*1961 in Bregenz, Studium der Philosophie und Germanistik in Wien. 1987 wurde Hermann für seinen ersten Prosaband "Das schöne Leben", erschienen bei Hanser, mit dem Förderpreis der Jürgen-Ponto-Stiftung ausgezeichnet. Seitdem zahlreiche Buchveröffentlichungen, zuletzt "Herr Faustini und der Mann im Hund" (2008). Anton Wildgans Preis 2006. Förderpreis zum Österreichischen Staatspreis 2007. Seit Frühsommer 2008 lebt Wolfgang Hermann wieder in Wien.
Im April 2009 fand im Rahmen des Osterklang-Festivals die Uraufführung von Wolfgang Sausengs Totentanz "In einer von diesem Stunden" statt. Libretto: Wolfgang Hermann. 2010 UA der neuen Oper von Johanna Doderer am Theater Erfurt, Libretto von Wolfgang Hermann.
*1985 in Freudenstadt, in Lützenhardt aufgewachsen. Sie absolvierte ein Studium am Deutschen Literaturinstitut Leipzig und lebt als freischaffende Autorin in Leipzig. 2007 Stipendium der Kunststiftung Baden-Württemberg und Förderpreis der Hermann-Lenz-Stiftung.
Josef Hoben, 1954 am Bodensee geboren, dort und in katholischen
Internaten aufgewachsen. Nach der Ausbildung zum Industriekaufmann
Studium der Germanistik und Geschichte an der Uni Konstanz, anschließend wissenschaftlicher Mitarbeiter. Danach lange Jahre freiberufliche Tätigkeit als Schriftsteller und Literaturhistoriker, daneben fast zehn Jahre verbandspolitisches Engagement im VS Baden-Württemberg. Zahlreiche Publikationen (Romane, Erzählungen, Essays, u.a. zu Heinrich Hansjakob), einige Literaturstipendien und Preise (u.a. Kunstpreis der Stadt Friedrichshafen, 2001). Lebt derzeit in Überlingen am Bodensee und arbeitet seit 2006 als Lehrer für Deutsch und Geschichte.
*1949 in Ost-Berlin geboren, und lebt heute in Straßburg. Sie arbeitete als Dramaturgin und Regisseurin, seit 1975 als freie Schriftstellerin. Ihr Werk wurde vielfach ausgezeichnet, u.a. mit dem Kleist-Preis. Bei Hanser erschien zuletzt Das Gesicht wiederfinden. Im Winter 2005 reiste Barbara Honigmann nach New York. Unaufdringlich, persönlich und mit viel Witz berichtet sie von einem Aufenthalt zwischen Campus und Boheme, jüdischen "connections" und "communities". Unversehens wird daraus eine Reise zurück nach Deutschland - in die Vergangenheit, in der Begegnung mit alten Berliner Freundinnen oder im Gespräch mit Verwandten, die vom Holocaust verschont geblieben sind und die sie nun zum ersten Mal trifft. Eine der am meisten beschriebenen Städte der Welt erscheint in einem ganz persönlichen Licht.
*1951, im badischen Bühl geboren, seit nunmehr 18 Jahren im schwäbischen Tübingen als Verleger daheim. Er hat 1991 "Klöpfer und Meyer" als Verlag für Literatur, Sachbuch, Essayistik, Lyrik und Poesie mitbegründet, den er seit 2006 als geschäftsführender Gesellschafter leitet. Hubert Klöpfer ist verheiratet und hat drei Töchter. Mit einer "Kleinen Landesbibliothek" erfüllt sich für ihn der langgehegte Traum einer Reihe, die den feinen Beitrag des deutschen Südwestens zur großen deutschen Literatur präsentiert.
*1936, in Freiburg promovierter Germanist und lange Jahre Moderator des "Literaturmagazins" im SWF-Fernsehen, ist Vorsitzender des Schriftstellerverbandes in Baden-Württemberg. Lodemann hat die nach seiner Meinung interessantesten Schwarzwaldgeschichten in einem erfolgreichen Band gesammelt: Texte von Grimmelshausen, Johann Peter Hebel, Wilhelm Hauff, Viktor von Scheffel, Goethe, Auerbach, Brecht, Hermann Hesse, Ernest Hemingway, Mark Twain, Marie Luise Kaschnitz, Christoph Meckel, Matthias Kehle, Walle Sayer und vielen anderen.
*1945 in Aarau, lebt in Unterkulm/Schweiz. Zahlreiche Auszeichnungen, u.a. Gottfried-Keller-Preis 2004, Aargauer Kulturpreis 2005, Werkpreis der schweizerischen Schillerstiftung 2005. Bei Haymon zuletzt: Adams Kostüm. Drei Erzählungen (2001), Das Turnier der Bleistiftritter. Achtzehn Begegnungen (2003), Löwen Löwen. Venezianische Spiegelungen (2004), LOS. Roman (2005), Priskas Miniaturen. Erzählungen 1978–1988 (2005), Der gestillte Blick. Sehstücke (2007).
1960 geboren in Bierlingen. Lyriker und Erzähler. Lebt mit seiner Familie in Horb-Dettingen. Mitglied im Verband deutscher Schriftsteller (VS in der IG-Medien) und im Deutschen P.E.N. Walle Sayer erhielt zahlreiche und namhafte Stipendien und Auszeichnungen: u.a. 1994 den Thaddäus-Troll-Preis, 1997 den Förderpreis zum Hölderlinpreis der Stadt Bad Homburg, 1997 den Berthold-Auerbach-Preis, 1999 den Förderpreis der Hermann-Lenz-Stiftung. 2003 folgte das Amsterdam-Stipendium der Stiftung Kulturaustausch-Niederlande/Deutschland, 2005 die Staufer-Medaille des Landes Baden-Württemberg, 2006 das Aufenthaltsstipendium des Landes Schleswig-Holstein im Kloster Cismar und im April diesen Jahres den Ludwig-Uhland-Förderpreis.
Von Walle Sayer sind bei Klöpfer und Meyer bislang fünf Bücher erschienen, zuletzt seine hochgelobten Prosatexte "Kerngehäuse".
*1948, Germanistin, Historikerin, Politologin, lebt als freie Schriftstellerin in Eislingen. Sie hat zahlreiche Gedichtbände veröffentlicht, zuletzt "Was vor Augen liegt" (2008). Dazu Essays, Journalistisches. Drei Bände literarischer Prosa zu Polen, "Polnisches Journal" (1998), "Pommes Frites in Gleiwitz" (2003), "Lodzer Wörterbuch" (2006). Sie wurde mehrfach ausgezeichnet, u.a.: Leonce-und-Lena-Förderpreis (1981), Villa-Massimo-Stipendium (1986), Stipendium Künstlerhof Schreyahn (1991), Literaturpreis der Stadt Stuttgart (1992), Schriftstellerstipendium der Robert Bosch Stiftung für Polen (1995), Gastschreiberin in Lodz (2002), Josef-Mühlberger-Preis (2003). Mitgliedschaften: P.E.N.-Zentrum Deutschland, Verband deutscher Schriftsteller, Künstlergilde Esslingen, Europäische Autorenvereinigung Kogge.
*1949 in Ungarn, kam Imre Török als jungendlicher Flüchtling nach Deutschland. Nach Erlernen der deutschen Sprache studierte er in Tübingen Germanistik, Geschichte und Philosophie (bei Ernst Bloch). Freier Schriftsteller, davor Dozent, Journalist, Theaterleiter. Erste Buchveröffentlichung 1980, "Butterseelen. Mit Hölderlin und Hermann Hesse in Tübingen." Seither zahlreiche Publikationen: Belletristik, Philosophie, Essay, Märchen, Sachbuch, Film. Mitarbeit am Kinofilm "Sophie Scholl. Die letzten Tage". Bundesvorsitzender des Verbands deutscher Schriftsteller (VS) seit 2005. Mitglied des PEN und des ungarischen Schriftstellerverbands. Neueste Buchveröffentlichung: Akazienskizze. Geschichten, Phantasieflüge.
Das Wort kann eine wahre Bestie sein. Das weiß jeder, der schon einmal vor einem leeren Blatt Papier gesessen hat, bereit, eine wunderbare Geschichte zu schreiben oder das ultimative Gedicht. Doch was, wenn das erste Wort sich nicht zeigen will? Wenn es gemein und hinterhältig, ja bestialisch, sich in seinem Versteck verkriecht und niemals erscheint? Dann war's das mit der Geschichte oder dem Gedicht. Schade.
Die Mitglieder der vhs-Autorengruppe "Die Wort-Dompteure" haben die Worte aus ihrer Deckung hervorgelockt, ja, mehr noch, sie kunstvoll aneinander gereiht. Lyrisch, prosaisch, ironisch, lustig, nachdenklich, kriminalistisch. Ob es den Wort-Dompteuren gelungen ist, die Worte zu bändigen, sie sozusagen durch den Reifen springen zu lassen, das entscheidet sich letztendlich bei den Lesungen: Immer wieder neu, immer wieder spannend.